Köln-Trierfahrt der Klassen 9a und 9b

19. August 2014

koeln_trier_01.JPGNach Besichtigung, Führung und Preisrätsel starteten wir am Nachmittag zu unserem eigentlichen ersten Stützpunkt bei Köln, dem Naturfreundehaus in Köln-Hürth.

Am folgenden Tag stand die Besichtigung von Köln auf dem Programm. Es ging los mit einer Grabkammer in Köln-Weiden, in der wir Referate über die typischen Bestattungstraditionen und -riten der damaligen Zeit hörten. Dann brachte uns der Bus in die Innenstadt, wo wir den imposanten Kölner Dom mit Gerokreuz und Dreikönigenschrein besichtigten, den Turm mit seinen 533 Stufen erklommen und im Römisch-Germanischen Museum gleich gegenüber eine Führung über römische Alltagsgeschichte erhielten.

Am Donnerstag packten wir unsere Sachen und fuhren zu unserem zweiten Stützpunkt nach Trier. Auf dem Weg sind bei Vussem noch Überreste eines Aquäduktes der berühmten Eifelwasserleitung zu sehen, die im 1. Jahrhundert nach Christus gebaut wurde, um Köln mit Frischwasser aus dem Umland zu versorgen.

In Trier selbst besichtigten wir gleich noch die Porta Nigra, das römische nördliche Stadttor, das heute schwarz ist, da sich seit dem Mittelalter Rußpartikel in seinem Sandstein abgesetzt haben. Es ist das besterhaltene Stadttor der Antike, da es im Mittelalter zur christlichen Kirche umgebaut wurde und deshalb unbeschädigt blieb. Erst Napoleon ließ es wieder in den ursprünglichen Zustand zurücksetzen.

Nachmittags bestaunten wir die Kaiserthermen, die nie fertig gestellt wurden, sahen uns das Amphitheater an, in dem in der Antike Gladiatorenkämpfe ausgetragen wurden und hörten - schon etwas geschafft - vor der riesigen Palastaula noch so Manches über Konstantin den Großen und seine Zeit.

Am Freitag zogen wir in drei Gruppen los, um ein noch strafferes Programm zu meistern.

Während eine Gruppe das frühchristliche Gräberfeld unter der ehemaligen Kirche St. Maximin besichtigte, erfuhr die zweite Gruppe im Trierer Dom und im Diözesanmuseum Informatives über die frühe Stadtgeschichte und die spektakuläre Restauration der sogenannten konstantinischen Deckenmalerei aus mehr als 50 000 Einzelstücken (damals noch ohne Computertechnik!!).

Die dritte Gruppe durfte sich nach einer kurzen Führung im Landesmuseum kreativ betätigen.

Reihum durchliefen die drei Gruppen die drei Stationen.

Etwas Erholung bot der Ausflug am Nachmittag, der uns ursprünglich zum keltischen Ringwall bei Nonnweiler-Otzenhausen führen sollte. Durch eine kleine Orientierungslosigkeit unseres Busfahrers landeten wir allerdings an der luxemburgischen Grenze in Nennig, wo wir - eigentlich am folgenden Tag - das Gladiatorenmosaik besichtigen wollten. So wurde das Programm kurzerhand geändert. Zum Opfer fiel der kleinen Irrfahrt lediglich die etwas längere Wanderung am Stausee von Nonnweiler entlang, der bei den sehr sommerlichen Temperaturen nur unsere Begleitlehrer Herr Kreuzberger, Frau Höhne-Mack und Frau Dorfmüller, nachweinten. Wir Schüler /-innen dachten dagegen eher über eine Ordensverleihung an den Busfahrer nach.

koeln_trier_02.JPGDieser brachte uns am Samstag dann auch - nach dem kleinen Abstecher zum Ringwall - wieder gut nach Hause.

Insgesamt war es eine sehr schöne Fahrt, interessant und witzig. Wir können nur jedem, der die Möglichkeit hat, die Fahrt mitzuerleben, empfehlen, dies zu tun.

 

An dem Artikel haben Oliver Deubler und Benjamin Herrmann (beide 9b) mitgewirkt.

Wir danken ihnen und allen Schülern und Schülerinnen, die mit uns unterwegs waren, für die schönen Tage, für viele interessante Referate und kluge Fragen.

Auch uns Begleitlehrern hat die Fahrt viel Freude bereitet.

 

Von: Christine Dorfmüller



Schlagworte: Köln-Trier-Fahrt, Klasse 9
Kategorie: Tagebuch