Trier-Köln-Fahrt der Jahrgangsstufe 9 vom 4. – 8. Juni 2013

17. Juli 2013

trier_koeln_01_Keltischer_Ringwall_-_Gruppenbild.JPGWir fuhren um 8.30 an der Eishalle los. Nach mehrstündiger Fahrt machten wir einen kurzen Zwischenstopp am Gladiatorenmosaik von Nennig. Dort betrachteten wir das prächtige, von Gladiatoren gezierte Mosaik, das vermutlich früher den Boden der Eingangshalle einer Gladiatorenschule bedeckte. Es wurde im 19. Jahrhundert ausgegraben und seitdem zweimal restauriert, was uns in einem sehr interessanten Film vermittelt wurde.

Kurz darauf erreichten wir Trier. Dort besichtigten wir noch den gewaltigen Dom, der auf den Grundmauern eines römischen Wohnhauses gebaut wurde, welches unter Umständen früher Helena, der Mutter Kaiser Konstantins, gehörte. Dieser machte Trier kurzzeitig zu seiner Hauptstadt, weswegen dort viele kulturell bedeutende antike Gebäude stehen. Die römischen Gebäude werden teilweise noch heute genutzt, wie wir erfuhren, als wir zur Römerbrücke gingen. Dieser frühen Verbindung über die Mosel hat Trier wohl seine Existenz und spätere Bedeutung zu verdanken. Damit war dieser Tag auch schon vorbei.

Am nächsten Tag besichtigten wir zuerst das schwarze Stadttor von Trier, seit dem Mittelalter auch Porta Nigra genannt. Dieses ist sehr hoch und man hat von ihrem obersten Stockwerk einen wunderschönen Ausblick über Trier. Im Gegensatz zu anderen römischen Gebäuden, die als Steinbruch benutzt wurden, blieb sie erhalten, da sie im Mittelalter zu einer Kirche umfunktioniert wurde. Danach begaben wir uns zur Palastaula Kaiser Konstantins, die lange Zeit der größte Raum diesseits der Alpen war. Heutzutage ist es eine protestantische Kirche. Die Kanäle der Fußbodenheizung der Antike werden auch heute noch für die Beheizung, die aber sehr kostenintensiv ist, genutzt. Wir verließen die Palastaula und begaben uns zu den nahe gelegenen Kaiserthermen. Diese riesigen Badeanlagen wurden niemals fertiggestellt, die Pläne immer weiter verkleinert. Wir besichtigten das Rohrsystem unter den Thermen, was durchaus lustig war. Ein Film informierte uns über noch mehr Interessantes zu den beeindruckenden Badeanlagen.

trier_koeln_02_Kaisertherme.JPGHierauf wanderten wir zum Amphitheater. Dort wurden früher dem Volk Gladiatorenkämpfe vorgeführt. Das vollständig begehbare Kellersystem stand zwar teilweise unter Wasser, das in antiker Zeit vorhandene Kransystem konnte man sich dennoch vorstellen.
Nachdem wir eine 1.5 stündige Pause in der Altstadt von Trier genießen durften begaben wir uns auf den Weg zum Landesmuseum, in dem wir viele spannende Exponate besichtigten. Von dort ging es weiter zum Gräberfeld von St. Maximin, das unter einer Kirche liegt, die heute als Sporthalle und Aula einer Werkrealschule dient. Die gewaltige christliche Krypta besichtigten wir mit einer mitreißenden Führerin, später durften wir uns sogar in einen Sarg legen der nach heiligem Priester stank. Das Abendessen in der Herberge war wieder lecker.

Am nächsten Morgen sind wir nach Köln weitergereist. Auf der Fahrt machten wir eine schöne Wanderung zum Ringwallvon Otzenhausen, der sich als ein Haufen aufeinandergeworfener Steine entpuppte. Danach besichtigten wir bei Vussem noch ein wenig spektakuläres Aquädukt. Langsam breitete sich etwas „Kulturerschöpfung" aus. Abends kamen wir dann müde und erschöpft in unserer Jugendherberge in Köln/Hürth an.

trier_koeln_03_Porta_Nigra.JPGDer nächste Tag startete mit einem Zwischenstopp auf dem Weg zum Kölner Dom: Wir besichtigten eine kleine, schäbig aussehende Grabkammer. Nachdem unser Busfahrer, der wegen des Rheinhochwassers keinen Parkplatz fand, eine Stunde lang um den Kölner Dom gegurkt war, kamen wir schließlich leicht entnervt zum Dom. Der prächtige Innenraum entschädigte uns aber für die lange Anreise, obwohl wir aufgrund eines Gottesdienstes mit der Besichtigung noch etwas warten mussten. Danach erklommen wir den Turm und genossen das überwältigende Panorama. Nach einer kurzen Mittagspause gingen wir in das römisch-germanische Museum. Dort erhielten wir in zwei Gruppen eine Führung durch die Highlights.

Mit dem Spätnachmittag zur freien Verfügung, den manche lange herbeigesehnt hatten, wussten andere nicht viel anzufangen. Zur Herberge zurück ging es dann zum Glück etwas schneller.

Am darauffolgenden Morgen packten wir unsere Sachen zusammen und bestiegen den Bus, um, mit einem kurzen Zwischenstopp an der Saalburg und am Limes, nach Hause zu fahren.

trier_koeln_04_Dom.JPGAlles in Allem war es ein erfolgreicher, schöner Ausflug.
nmk&vrdb



Schlagworte: Trier-Köln-Fahrt
Kategorie: Tagebuch