Raus mit der Sprache: Das große Slam-Finale

26. Juni 2008

RmdS_Logo_Pfeil_sw.jpgDle Schüler haben nach einer gelungenen Auftaktveranstaltung mit kreativ witzigen Slam-Vorträgen von Helge Thun, Jakob Nacken, Harald Kienzler und Kai Schmelzle die Aufgabe bekommen, selbst einen Text für das Poetry Slam-Finale an unserer Schule zu schreiben.

Für die Jüngeren gibt es dabei ungefähre Themenvorgaben wie ein „Gedicht mit Tieren“ oder „Märchen“, wobei die konkrete Umsetzung den Schülern komplett selbst überlassen ist. Bei den älteren Schülern gibt es dann keine Vorgaben mehr. Ob Rap, Kurzgeschichte oder Gedicht: Alles ist erlaubt, solange der Text nicht länger als 5 Minuten ist und keine Hilfsmittel wie zum Beispiel Instrumente, Kostüme, nicht alltägliche Accessoires oder ähnliches verwendet werden. Singen ist ebenfalls verboten, auf der Bühne geht es beim Poetry Slam nur um „dich und deinen Text“.

Raus mit der Sprache!

Ziel des Projekts ist es, im Deutschunterricht eher stilleren Schülern die Chance zu geben, sich einmal fernab von allen vorgegebenen Aufsatzmustern literarisch zu betätigen und vor allem auch zu zeigen, dass das Texten, das Finden der richtigen Worte und nicht zuletzt auch das Vortragen Spaß macht.

Es ist auch dieses Jahr wieder faszinierend, dass beim Poetry Slam auf einmal Schüler dichterische Talente entfalten, die sonst bei Diktaten im Deutschunterricht in der roten Tinte des Korrekturstifts untergehen. Gerade diese schreiben auf einmal die tollsten Gedichte und treten mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen am Abschlussabend auf und verblüffen das Publikum: Mal tritt in ihren Texten auf höchstem sprachlichem Niveau der Frust über das Schulsystem im Land zutage, mal wird ein altehrwürdiger Goethe auf den Arm genommen und mal wird in einem Gedicht wissenschaftlich erklärt, warum es den Weihnachtsmann eben doch gibt.

Die besten unter den Textern, die sich bereits in zwei Vorrunden - in ihrer Klasse und in der Stufe – einem kritischen Publikum gestellt haben, bereiten sich im Moment zusammen mit erfahrenen „Slammern“ (Jakob Nacken, Harald Kienzler und Kai Schmelzle), die das Projekt ins Leben gerufen haben, auf den Höhepunkt des Projektes, das Finale, vor.

Auch dieses Jahr darf man wieder gespannt sein, welch ungeahnte Vielfalt, und welche bisher verborgenen Talente an unserer Schule zum Vorschein kommen. Der abschließende „Slam“, findet dann am Mittwoch, den 2. Juli 2008, in der Aula statt. Dabei geht‘s dann nicht nur um den Applaus des Publikums, sondern auch um die Fahrkarte nach Tübingen zum U 20 Poetry Slam im LTT. Ab 19 Uhr beginnt die Veranstaltung am Mittwochabend mit einer eigens für den Slam zusammengestellten Band, der Literaturkurs der Schule sorgt für das leibliche Wohl.

Karten für sich, die Freunde und die ganze Familie gibt es außer am Mittwochabend an der Abendkasse bereits im Vorverkauf am Montag und am Dienstag in der großen Pause für einen geringen Unkostenbeitrag käuflich zu erwerben.



Schlagworte: Raus mit der Sprache
Kategorie: Tagebuch